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Gomera

Nach drei Wochen El Hierro und Abschied von den authentischen Begegnungen und Erfahrungen dort, gings vom wahren Inselffeeling erstmal wieder zurueck in die kuenstliche Tourihochburg Teneriffa. Wir haben uns ein paar Tage im guten alten La Caleta ausgeruht und festgestellt, dass die Golden Times dort eindeutig vorrueber waren. Die Kommunenkueche wurde im Wahn und Suff abgefackelt, unsere Skulptur sah verwahrlost aus und insgesamt war nur noch der letzte, verrueckteste Rest an Leuten uebrig geblieben.

Also haben wir uns mit der naechsten Faehre nach Gomera aufgemacht. Dieses Mal haben wir den Sonnenuntergang auf dem Ozean gesehen. Wie immer kamen wir voellig planlos an und haben uns von einem Typen bequatschen lassen nach Valle Gran Rey zu fahren. Wir hatten gehoert, dass dort in der Naehe ein weiterer, typisch kanarischer Freak-Strand sein sollte, sind aber dann an einem anderen Platz haengen geblieben - Casa La Familia, ein gerade entstehendes kulturelles Projekt. Das Gelaende beteht aus einem Haus und etwas Garten und liegt mitten in Valle Gran Rey. Von aussen sieht es aus wie ein bemalter Rohbau, innen gibt es aber noch einen Hof mit Lagerfeuerstelle, Garage und einem Tipi. Im Moment entsteht eine kleine Bibliothek, ein paar Workshops und ein Welcome-Center. Geplant sind noch Gemuesegarten, Kinderspielplatz, regelmaessige Jamsessions, Treffen und andere Sachen. Wir haben ein paar Tage dort verbracht, die eigentlich ganz lustig waren. Wie ueberall war in Casa La Familia eine Vielfalt an Menschen anzutreffen, darunter auch Thomas und Nela, die in den naechsten Wochen auf dem Rainbow noch gute Freunde fuer uns wurden. Die 'Besitzerin' des Grundstuecks, Vera, war zwar eine nette, aber leider zu verrueckte Frau. Sie war eine der verrueckten Menschen, die stressig sind, weil sie sich in Probleme reinsteigern, die gar nicht vorhanden sind und kontrollierend und bestimmend mit den anderen umgehen. Auch ihre beide Freundinnen und Projektmitgestalterinnen waren aehnlich stressig, was letztendlich eine unentspannte Stimmung verursacht hat. Alles in Allem war der Ort trotzdem cool und eine weitere, neue Kommunenleben-Erfahrung.

Valle Gran Rey war ausser diesem kulturellen Zentrum eher aetzend. Das ganze Dorf ist fast ausschliesslich mit Deutschen besiedelt, weswegen man ueberall nur deutsch hoert und liest. Dementsprechend war das gesamte Flair in Valle Gran Rey etwas spiessig, abgekuehlt und einfach deutsch. Deshalb haben wir uns dann nach nicht allzu langer Zeit mit Max und spaeter Nela und Thomas im Gepaeck, hauptsaechlich zu Fuss, auf dem Weg zum Rainbow Gathering gemacht.

Beim Hinwandern bekamen wir schon einen schoenen Vorgeschmack und kleinen Einblick in das, was Gomera an Natur zu bieten hat. Im Gegensatz zu El Hierro sah es hier nochmal saftiger und gruener aus. Sandige Terassen und ein Meer von Palmen uebersaeten Alojera, das Dorf, in dem das Rainbow sein sollte, und es wirkte, als waeren wir in Nordafrika. (Was wir ja geografisch auch waren). Der Weg zur Playa del Trigo war wie gewohnt lang und beinbrecherisch. Im Dunkeln mussten wir steile Haenge runterklettern, zwischen Felsen langwandern, und auf Geroell langschlittern. Wir konnten schon die Drums haemmern hoeren und dann sahen wir von oben die Wellen, den Strand, Zelte und ein grosses Feuer.

Das Rainbow in Gomera war eigentlich kein richtiges Rainbow. Es war eher eine Ansammliung von 200-300 Freaks, Reisenden, Verrueckten, Fertigen, Artisten, Urlaubern, Vagabunden und darunter ein paar wenige wirkliche Rainbowwarrior. Fast alle waren junge Leute und ausser ein paar Workshops zu Meditationen und Tantras gab es nichts spirituelles zu spueren. Dafuer war der Strand nachmittags voll mit relaxten Leuten, die nackt in der Sonne chillten, Musik von Geigen, Trommeln, Floeten und Gitarren, Akrobatik, jede Menge Artistik, Tanz und Sonnenschein. Die Zeit dort war schoen, wir haben uns ein Camp mit Max, Thomas und Nela aufgebaut und die meisten Leute aus La Caleta oder Beneficio, Portugal oder anderen Orten an denen wir waren wieder getroffen. Die Organisation hat auf dem Rainbow auch nicht ganz so gut geklappt wie auf dem Portugal-Rainbow. Zum Mittagessen gabs fast jeden Tag Gofio, ein 'typisch kanarisches' Produkt (Maispulver, dass aber eigentlich aus Chile importiert wird) und abends gabs meistens zu wenig. Das Highlight des Gatherings war eine Fiesta im Dorf. Alle Rainbowleute wurden zum Paella essen eingeladen. Als wir bei der Fiesta ankamen, war sie ueberfuellt mit Freaks, die tanzten und Musik machten und spaeter gab es Trashdisco und alle waren besoffen.

Die Stimmung auf dem Rainbow wurde zum Ende hin immer verrueckter. Leute fingen an Hunde durch die Luft zu schmeissen, andere zu beschimpfen, sich an den Hals zu gehen oder ihre Zaehne am Strand zu verlieren. La Caleta war der Zoo, das Rainbow in Gomera der wilde Dschungel! Mit den Augen eines aussen stehenden haette es auf jeden Fall eine ganz schoen verrueckte Freakshow abgegeben. Nackte Menschen mit Cowboyhueten und gruenen Violinen tanzten im Circle, andere sahen so aus, als waren sie auf einem Dauertrip und wieder andere beteten den Mond und das Meer an, dazwischen ein Haufen junger Traveller, die prall im Sand rumlagen.

'Noch ein verdammter Tag im Paradies...' Nach ein paar Wochen war es Zeit fuer Movement. Wir haben tolle Leute getroffen, Kontakte von Akrobatik- und Artistenfestivals, politischen Kommunen in England und anderen Sachen bekommen und uns, nach einigen schweren Abschieden, mit Max aufgemacht und eine letzte Nacht in der gomeranischen Pampa verbracht. Mit ein bisschen mehr Vagabundenlife-Feeling gings dann ein weiteres und letztes Mal nach Teneriffa...

 

 

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25.3.12 21:01
 
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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


simon (11.4.12 00:11)
wenn euch immer alle leute zu verrückt sind - warum bleibt ihr dann nicht bei den "normalen" deutschen in deutschland?
weder beim rainbow in alojera noch in casa la familia in valle gran rey - ein super neuer platz der unterstützung verdient - haben wir "verrückte" im negativen sinne getroffen´... muss wohl an eurer affinität liegen - man zieht an was man in sich hat!
bringt doch das naechste mal ein bisschen normalitaet nach gomera -aber nicht soviel dass euch noch langweilig wird...


Max (15.4.12 15:39)
Hi

schöner Bericht. Mit den "Verrückten".. naja, vielleicht war es ja garnicht negativ gemeint, aber ich war selber in der Casa De La Familia und wenn es da keine Verrückten gab, dann weiß ich nicht wo dann. Ich habe Menschen getroffen, die der Meinung waren die Menschheit wird bald sterben, nur die Tiere mit höherem Bewusstsein und die Rainbow-Leute überleben. Oder mr.Love, der meinte er wäre ein Prophet und jedem Skizzen von seinem Raumschiff gegeben hat, in dem er übrigens schon im 7.Level wohnt.
Diese und mehr Geschichten könnte ich erzählen, aber ich lasse das. Es waren viele interessante Menschen, leider oft mit großem Traum, aber winziger Perspektive,, oft auch gefangen in ihrer eigenen speziellen Welt.
Dem Projekt Casa De La Familia drücke ich alle Daumen, dass es funktioniert, aber ich denke es sind viel zu viele Nutznießer dort, die nichts zu dem Projekt beitragen und nur da sind weiß es was zu essen und nen Schlafplatz für umsonst gibt... leider!
Aber das Motiv ist sehr löblich und auf dass das Glück mit Vera sei.

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