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El Hierro

Fast ein Monat am Strand haben uns recht faul gemacht und mit der Zeit wird das auch langweilig. Da die Kanaren auch mehr zu bieten haben als mit Hotels zugeschissene Kuesten und unfreundliche Leute, wurde es Zeit fuer uns, die Inseln besser kennenzulernen. Dafuer haben wir uns El Hierro ausgesucht, mit dem Plan die Insel komplet abzuwandern. Andere Leute hatten uns schon erzaehlt, dass es dort jede Menge verschiedene Wanderrouten gibt und die Landschaft echt genial ist.
Auf El Hierro ist die laengste Strecke etwa 25 km, es leben dort 8000 Leute und auf der gesamten Insel gibt es maximal vier Supermaerkte, ein Internetcafe, ein paar Bars und der Rest ist Natur, Berge, Steilkueste, Farmen, Hoefe und die freundlichsten, menschlichsten, einfachsten Leute, die wir je getroffen haben.Dort haben wir richtig zu spueren bekommen, was es heisst ohne sinnlosen Konsum zu leben, der einem sonst ueberall ins gesicht springt.

Mit der Faehre sind wir dann von Teneriffa aus rueber und mussten uns erstmal orientieren. Die erste Nacht haben wir direkt am Hafen gepennt und am naechsten Tag nicht schlecht gestaunt, dass es quasi direkt hinterm Strand Steil auf bis zu 1500m hoch geht. Mit unserem fetten Gepaeck natuerlich nicht zu machen. Aber Busfahren ist hier kein Stress, die Insel ist so klein, dass jede Strecke nur 1€ kostet. So sind wir dann nach Valverde, die Haupt"stadt" der Insel und haben dort nach Wanderkarten gekuckt und ausgecheckt wo wir unser Gepaeck lassen koennen. Leider konnten wir nix finden und haben ´ne Nacht hinter der Kirche gepennt. Als wir am naechsten Tag wach geworden sind, waren schon ein paar Bauarbeiter am Start, die allerdings mehr geraucht als gearbeitet haben. Einer von denen hat uns auch gleich eingeladen mit zu ihm zu kommen. Dort konnten wir dann unsere Sachen abladen und sind noch am selben Abend losgewandert.
Erstmal wieder runter zur Kueste in ein "verlassenes" Dorf. Das Dorf ist tatsaechlich leer, die Haeuser sind allerdings hergferichtet und dienen als Wochenendunterkuenfte und kleine Herbergen. Als wir angekommen sind war allerdings niemand im Dorf, so dass wir uns entspannt breit gemacht haben. Am naechsten Morgen haben wir im Angesicht der riesigen Wellen die gegen die Felsen knallen gefruehstuckt und sind dann wieder hoch auf den Berg und los in Richtung Sueden der Insel. An dem Tag sind wir bis zu einem Aussichtspunkt auf 750m Hoehe gekommen. Dort war´s aber so arschkalt und windig, dass wir umdrehen mussten und in einer Bauruine gepennt haben. Am naechsten Tag sind wir dann im Wind und Nebel ueber die Berge, haben das hoechstliegende Dorf der Insel passiert und als wir unser Nachtlager aufgeschlagen haben, ein Paerchen beim Liebesspiel gestoert. 

Tags drauf ging´s, schon an der Suedseite der Insel, wieder runter zur Kueste. Der Weg war aber so ein uebel steiler und geroelliger, fast lebensgefaehrlicher Trampelpfad, dass wir den ganzen Tag gebraucht haben. Unten angekommen haben wir einen Deutschen getroffen, der uns in einer Hoehle auf seinem Grundstueck hat pennen lassen. Am naechsten Tag hat uns seine Frau erstmal bekocht und dann haben sie uns mit dem Auto wieder hoch auf den Berg gefahren. Das musste sein, weil an der Kueste zu wandern unmoeglich ist und der einzige Weg zurueck wieder hoch auf den Berg gefuehrt haette.
Auf dem Weg zum Dorf La Restinga, am suedlichsten Zipfel der Insel, wurde dann auch der Landschaftskontrast immer krasser. Waehrend an der Nordkueste alles gruen in und auf den Bergen der Wind pfeift und den Nebel durch die Waelder drueckt, wurde die Landschaft im Sueden immer trockener, statt Berge erheben sich Vulkankegel und an der Kueste angekommen besteht der Boden nur noch aus schwarzem Lavagestein, was vor Millionen Jahren die Insel geformt hat. In einem dieser bizarren Lavaabhaenge neben La Restinga haben wir dann eine voll geniale Hoehle gefunden und erstmal drei Tage gechillt. In den drei Tagen haben wir uns mit einem Dude aus der Stadt angefreundet und den Vulkan beobachtet, der seit letztem Oktober 2km vor der Kueste brodelt. Dadurch ist La Restiga auch auf dem Weg zur Geisterstadt, denn es kommen keine Touris mehr, alle Tauchschulen haben zu und es kann nicht mehr gefischt werden, weil La Restinga innerhalb der Sperrzone liegt, die um den Vulkan errichtet wurde. Dabei ist der Vulkan selbst recht unspektakulaer. Da er ca. 20 unterhalb der Wasseroberflaeche ausbricht sind nur gelegentlich Rauchwolken zu sehen, da das Wasser an der Stelle fast 100º hat.

Nach dem Abstecher in der Lavalandschaft sind wir wieder Richtung Norden und auf zum hoechsten Berg der Insel - der Malpaso (1500m). Die erste Nacht auf dieser Strecke haben wir noch weit unterhalb des Gipfels in einem coolen Pienienwald verbracht. Der Wald erstereckt sich ueber fast die gesamte Suedseite der Berge und die Baeume erzeugen mit ihren wirren Formen und moosbehangenen Aesten eine ziemlich cool Atmosphaere beim Durchwandern. Am zweiten Tag auf dieser Strecke haben wir es dann fast bis zum Gipfel geschafft. Dann mussten wir aber auf etwa 1400 pennen, weil es finster geworden ist und wir auch recht fertig waren. Und wieder einmal hatten wir eine schlaflose Nacht. Es war ein Wunder, dass das Zelt nicht eingestuerzt und Max in seinem Sommerschlafsack nicht erfroren ist. Wir waren mitten in einen starken Sturm geraten, voellig allein im Nirgendwo auf einem Berg. Unser Komfort ist zwar auf minus 20 gesunken, aber wir haben die Challenge mit der Naturgewalt ueberlebt.
Nach der Nacht wollten wir nur noch runter vom Berg und haben drauf geschissen noch bis zum Gipfel zu gehen. Also wieder runter an die Kueste durch Waelder, die fast wie Dschungel aussehen. An der Kueste haben wir dann eine Nacht in einer Lavahoehle gepennt. Die Hoehle war eigentlich cool und dort haetten wir uns auch gut ausruhen koennen, aber Max war von der Sturmnacht immer noch so geflasht, dass er fuer alle eine Nacht im 3-Sterne-Hotel nebenan bezahlt hat. Voll der Luxusflash, nach 9 Monaten reisen, hauptsaechlich draussen und immer relativ hart unterwegs, lagen wir ploetzlich im Whirlpool und in der Sauna und haben uns Rum und Wein auf´s Zimmer bringen lassen, heiss geduscht, auf dem Bett rumgesprungen und uns gefuehlt wie Millionaere. Am naechsten Morgen noch am Fruehstuecksbuffet vollgefressen und soviel einmgesteckt wie moeglich und dann wieder Rucksaecke auf und weiter.

Letzter Stop auf unserer Tour war dann Frontera. Dort sind wir relativ planlos angekommen und wollten schon wieder draussen pennen, als uns zufaellig einer von den Bauarbeitern aus Valverde ueber den Weg laeuft. Und was soll man sagen? Die Leute auf El Hierro sind sowas von gastfreundlich. Der Typ - Ayoze - hatte eine Huette mit Grundstuck am Berg wo er uns direkt mit dem Auto hingefahren hat, dann hat ert uns die naechsten Tage komplett verpflegt, hat uns rumgefahren, wir konnten bei ihm im Haus duschen, hat uns neue Klamotten, coole Armbaender und echte Steine vom Vulkan bei La Restinga geschenkt. Der Dude hat uns sogar Jobs angeboten und meinte wir koennen so lange wie wir wollen in der Huette pennen. Mit ihm waren wir dann auch beim Karneval in Frontera, der im Gegensatz zum Karneval auf den grossen Inseln keine sinnlose Komerzveranstaltung ist, sondern ´ne coole Fiesta. Das coolste dort waren am Sonntagabend die Carneros von Tigaday. Das waren ca. 30 Leute in cool gemachten Kostuemen aus Ziegenfell und mit abgefahrenen Masken, die durch die Stadt rennen und jeden den sie erwischen mit schwarzer Schuhcreme einschmieren.

Einen Tag spaeter sind wir dann schon wieder los zum Hafen haben dort gepennt und dann am Morgen die Faehre zurueck nach Teneriffa genommen und uns den Sonnenaufgang auf dem Meer reingezogen.



Insgesamt waren wir drei Wochen auf El Hierro, sind etwa 60km gewandert, konnten die absolut geniale Landschaft richtig pur geniessen und haben wohl die nettesten Leute auf den Kanaren getroffen.

Momentan sind wir wieder in La Caleta. Aber hier sind die golden days vorbei. Die Kueche ist abgebrannt, unsere Skulptur ziemlich im Eimer und nette Leute sind auch keine mehr da. Deshalb geht´s morgen weiter zum Rainbow Gathering auf La Gomera.

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23.2.12 21:03
 
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