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Beneficio

Beneficio... irgendwie unser heimliches Ziel bis dahin. Irgendwie jeder, den wir unterwegs getroffen haben, hatte uns von Beneficio erzählt. Die Storys reichten "Drogensumpf voll abgestürzter Leute" bis "Riesenkommune, alle nur am Kiffen, haufen liebe Hippies". So war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis wir auftauchen und uns das persönlich angucken würden.

Beneficio ist ein Ort, der rund 300 Leuten Lebensraum und Lebensgrundlage bietet. Vor ca. 20 Jahren (evtl. auch 30) haben 2 Amerikaner (oder Briten, oder Franzosen...) ein kleines Gelände direkt am der Grenze zum Nationalpark gekauft. Damals gab's nur ein paar Tipis und Meditationscircel. Diese Leute sind inzwischen lange weg und Beneficio ist weit über seine Grenzen hinausgewachsen. In dem kleinen Tal außerhalb von Orgiva wohnen inzwischen etwa 300 Menschen, mehr oder weniger als Kommune zusammen. Überall an den Hängen sind ziemlich phantasievolle Hütten aufgebaut, die Unterkünfte reichen von 'ner gespannten Plane, über Tipis und Jurten, bis hin zu strohgedeckten Lehmhäusern. Alle haben vor ihren Behausungen kleine Gärten, manche Leute halten sich Hühner, Ziegen oder Esel, es gibt eine kleine Bäckerei, einen Schokoladen, ein Cafe und einen Laden für selbstgemachten Ziegenkäse. Für Leute, die einfach so dort ankommen und kein Zelt haben oder wie auch immer gibt es das Haus "Casa Maya", was als Gemeinschaftsunterkunft genutzt wird. Das war auch für uns der Place to be. Mit ca. 10 anderen Leuten, u.a. aus Israel, Polen und Griechenland, haben wir dort gelebt, uns gemeinschaftlich um alles Nötige gekümmert und natürlich auch gechillt.

Von den Geschichten die uns vorher zu Ohren gekommen sind, könnte alles stimmen. Am Eingang zu Beneficio, am Parkplatz, bleiben alle Druffis hängen, die da ankommen und es gibt so ziemlich alle Substanzen. Das ganze wirkt so bisschen wie das Ghetto von Beneficio, wird aber bewusst als Filter erhalten. Je weiter man dann ins Tal geht, umso ruhiger und gemütlicher wird's. Dort ist dann der Part, der als Kommune gilt, wobei wir den Eindruck hatten, dass die meisten Leute, eher so für sich werkeln. Die Leute dort leben eher wie in einem Dorf gemeinsam und weniger wie in einer Kommune, wo noch mehr Gemeinschaftsentscheidungen getroffen werden.

In den 10 Tagen, die wir dort waren, haben wir ordentlich Energie getankt, sind relativ viel gewandert und haben einige verrückte und nette Leute getroffen. Meistens haben wir geholfen irgendwas für Casa Maya zu organisieren, u.a. Lebensmittel in Orgiva containert, Feuerholz ranholen, kochen (immer gleich für min. 20 Leute) und so weiter und so fort. Es war voll cool zu sehen, wie sich Leute an einem Ort, wo alles nur flüchtig ist und die Besetzung in weniger als einem Monat komplett wechseln kann, gemeinsam organisieren. Auch wenn's etwas chaotisch war und manchmal bisschen stressig, war immer für alles gesorgt.

Am Ende waren wir auch voll traurig, schon gehen zu müssen. Generell hat's sich ziemlich strange angefühlt, 'nen Termin zu haben und plötzlich irgendwo sein zu MÜSSEN. Dementsprechend belastet sind wir dann am letzten Tag nach Malaga (mit dem Bus), rein in Flieger und jetzt back in Schland. Kulturschock pur. Immerhin sind die Temperaturen zum Aushalten und der Aufenthalt nur vorläufig. 

Nach 7 Monaten und etwa 9000km quer durch Europa, war Beneficio aber nochmal 'n schöner Spot zum runterkommen, Energie tanken und ohne den Flug wär's bestimmt auch ein Ort geworden, an dem wir länger hängengeblieben wären. So bleibt uns nur das zurück kommen.

 

24.12.11 15:39
 
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