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Tribodar

Tribodar (Sharing Tribe) ist eine Farm in Nisa. Eigentlich ist es viel mehr als eine Farm. Es ist einer dieser Orte, an denen man sich wirklich zuhause fuehlt und spuert, dass Harmonie in der Luft liegt. Auf dem Weg dort hin wurden wir von einem LKW-Fahrer an der Landstrasse an einer Hofeinfahrt rausgelassen. Es gab weit und breit kein Stück Schatten und als wir uns schon damit abgefunden hatten hier in der Sonne zu braten kam ein älterer Portugiese aus dem Hof, der uns mit der typischen Frage "braucht ihr Wasser?" eingeladen hat. Es gab was zu Essen, Begeisterung ueber unsere Reise und wir wurden sogar bis Nisa gefahren. Nach einer Stunde laufen sind wir dann endlich auf der Farm Tribodar angekommen.
Dort wurden wir von lebhafter Stimmung und vielen Leuten empfangen. Das Grundstück ist ziemlich gross und richtig bunt und schoen. Zwei Leute, Moabi und Michael, und ihr kleiner Sohn Manu-Inka wohnen dort und bauen nach und nach ihr Projekt auf. Es gibt Kompost-Klos, einen grossen Garten, eine extra Gemeinschaftskueche fuer die vielen Helfer und Reisenden, die nach Tribodar kommen, vier Wohnwägen, Hühner, Schafe, viele Babykatzen und jede Menge bunte Tücher, Traumfaenger und andere Kunst. Langfristig planen Moabi und Michael eine Kommune aufzubauen und jeder ist willkommen dazu zu ziehen. Wir haben mitgeholfen eine Solardusche und ein Gruendach aufzubauen und das Grundstueck mit ein bisschen Kunst zu verschoenern.
Ein paar Tage nachdem wir ankamen fand ein einwöchiges Healing-Reatreat statt, was sich als richtig gutes Erlebnis rausgestellt hat. Wir waren insgesamt zwanzig Leute aus Holland, Schweiz, Portugal, Brasilien, USA, Australien, England und Frankreich. Die meisten waren so wie wir, selbst auf Reisen oder kamen aus anderen Kommunen und waren eigentlich zum wwoofen in Tribodar. Dadurch waren wir eine richtig vielfaeltige Mischung von Leuten und waehrend des Retreats wurden wir zu richtig guten Freunden. Die Stimmung wurde immer harmonischer, wie verzaubert, und es hat sich so eine starke Bindung innerhalb der ganzen Gemeinschaft entwickelt, dass sich am Ende keiner mehr richtig vorstellen konnte, wieder zu gehen. In dieser paradiesischen Atmosphaere gab es dann jeden Tag verschiedene Workshops, wie Meditationen, Drumworkshop, Food-Mandala, Dance-Meditation, Shamanic masks basteln und Abende mit schoener Musik, Tanz und tollen, lustigen Gespraechen. Wir haben miteinander soviel gelacht, dass man teilweise richtig Bauchschmerzen davon bekommen hatte. Jeder war auf seine ganz eigene Weise total lustig, interessant und einfach wunderschoen. Einmal am Tag gab es eine kleine Reflexionsrunde - den Talking-Circle - in der man praktische Punkte aber auch Gefühle und Erfahrungen austauschen konnte. Dort hat man richtig gemerkt, dass sich etwas wie eine gemeinsame Gruppenenergie entwickelt hat und die Leute anfingen auf einer gemeinsamen Wellenlaenge zu schwingen. Julien aus Frankreich, der ein bisschen wie eine Karikatur eines Schamanen gewirkt hat und suechtig danach war mitten in der Nacht Pancakes fuer alle zu machen, hat an ein paar Abenden Zeremonien mit uns gemacht. Er war der Einzige, der sich wirklich ernsthaft und gleichzeitig viel zu ueberzogen mit spirituellen Ritualen beschaeftigt hat. Dieser Typ ist sowas von unvorstellbar lustig. Wir haben uns alle ganz schoen unseren Spass mit den Ritualen gemacht, die daraus bestanden, immer breiter vom "sacred smoking" zu werden, waehrend Julien unrhytmisch auf seine Trommel haemmert. .
Eine Zeremonie war allerdings ein echt intensives Erlebnis. Sie nennt sich Angelwalk und gehoert zu den Tantraritualen bei denen es unter Anderem um viel Berührung und Koerperkontakt geht. Nach einer Meditation wird ein Tunnel aus Menschen gebildet und jeweils einer läuft mit verschlossenen Augen bei meditativer Musik langsam durch. Dabei wird er von den Menschen, die den Tunnel bilden beruehrt, gestreichelt, umarmt und gekuesst. Jeder gibt ihm, was er geben moechte. Der Gang durch den Tunnel fühlt sich wie ein krasser Trip an, man wird ueberall am Koerper empfindlich, fuehlt wie warme Gluecksgefuehle durch den Koerper fliessen und hat einfach nur all die tollen Menschen lieb, mit denen man schon so zusammen gewachsen ist. Jeder der aus dem Tunnel kam sah total high und geflasht aus.
Ein anderes Highlight war die Dance Meditation. Ananda, ein richtig netter Mann aus der Schweiz, der jetzt in einer Kommune in Portugal wohnt, hat Didgeridoo und gleichzeitig Hang (ein super meditatives Instrument) gespielt, das unheimlich melodisch und schoen klingt und nach ein paar Voruebungen ging die Tanzmeditation los. Nach ein paar Minuten haben sich die eigenen Bewegungen selbststaendig gemacht und wurden eins mit den Klaengen und das konnte sich so weit steigern bis man sich vollkommen in Trance befunden hat und der eigene Geist ("mind", kann nicht wirklich uebersetzt werden ohne die Bedeutung zu verfaelschen) quasi ausgeschaltet war.
Bis zwei Uhr nachmittags war Silence-Zeit, das heisst niemand hat miteinander geredet ausser durch Koerperkontakt und Mimik. Es war eine wahnsinnig friedliche Atmosphare auf dem ganzen Gelaende, wenn man morgens aus dem Zelt gekrochen ist und nichts gehoert hat als Naturgeraeusche. Die anderen Menschen haben einen angelaechelt und so geraeuschlos gewirkt, als wuerden sie schweben. Manchmal konnte man leise Gitarrenmusik hoeren und alles war eingetaucht in den sanften Morgensonnenschein.
Nach dem Retreat haben sich fast alle wieder auf zu neuen Reisen begeben. Einige Leute werden wir schon in Lissabon wieder treffen und mit manchen vielleicht sogar noch viel laenger unterwegs sein. Am Tag nach dem Retreat kamen dann schon zwei neue Leute und Flo und Steffi nach Tribodar. Flo sitzt auch gerade neben mir und stimmt mir zu, dass man die total schoene Atmosphäre hier nicht in Worte fassen kann, egal wieviele Adjektive man benutzt. Es ist sooo schoen, dass die beiden hier sind und alles passt einfach super. Tagsueber basteln wir ein bisschen rum und nachts trinken wir Wein aus 5-Liter-Plastiksaecken.
Zuerst dachte ich "hier fuehlt es sich an wie zuhause" und dann wurde mir klar: "hier ist zuhause". Hier ist eines der tausenden zuhause die es gibt. Zuhause ist nichts oertlich beschraenktes mehr. Zuhause ist ein Gefuehl und Gefuehle sind grenzenlos.
Thank you Tribodar - Thank you family - We are one


13.10.11 19:15
 
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